An wen wendet sich Coaching?

Coaching wendet sich in Abgrenzung zur Psychotherapie an Menschen, die nicht seelisch bzw. psychisch erkrankt sind, aber dennoch das Gefühl haben, dass es so nicht weitergehen kann, da Lebensfreude abhandengekommen oder sie in der gegenwärtigen Situation einfach überfordert sind. Andere bemerken einfach, dass Sie sich schwertun, ihre beruflichen Ziele zu erreichen und ohne Unterstützung einfach nicht mehr richtig weiterkommen.

Coach und Klient erarbeiten hier für den Betroffenen passende individuelle Lösungswege. Erarbeiten meint vor allem, dass der Coach dem Klienten nicht etwa rät, wie er etwas konkret handhaben oder tun sollte (eher Gegenstand der Beratung), sondern er unterstützt den Klienten dabei, selbst Lösungen zu entwickeln. Natürlich können auch beim Coaching Verbesserungen des Verständnisses des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns oftmals hilfreich sein – hier besteht durchaus ein Überschneidungsgebiet mit der Psychotherapie – der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig auf lösungsorientierten Ansätzen.

Typische Problematiken können beispielhaft sein:

Beruflich:

  • „Ich fühle mich dauernd überlastet, kann nicht abschalten und/oder nicht „nein“ sagen“
  • „Ich bin oft zu erschöpft um noch Sport zu machen, Leute zu treffen, meinen Hobbys nachzugehen“
  • „Obwohl ich mich bemühe und gut in meinem Job bin, werde ich bei Beförderungen übergangen“
  • „Ich gerate immer wieder in Konflikte“ oder „ich werde gemobbt“
  • „Ich versinke oft im Chaos, finde nichts, nutze die Zeit schlecht, verliere den Überblick“
  • „Meine Position als Vorgesetzte(r) überfordert mich, ich kann mich schlecht durchsetzen u./o. schlecht delegieren (oder muss alles kontrollieren etc.)“
  • „Ich kann mir schlecht etwas sagen lassen, mich nicht ein- oder gar unterordnen“
  • „Ich bin selbstständig (oder Führungskraft…), habe aber niemanden, mit dem ich meine Entscheidungen, Überlegungen, Gedanken diskutieren könnte (an der Spitze ist es oft einsam)“
  • „Ich weiß nicht so recht, ob ich mir eine berufliche Veränderung zutrauen kann (wo liegen meine Ängste, was sind meine Stärken und Schwächen? Was will ich wirklich?)“
  • „Ich habe keine Ziele mehr“ oder auch „meine Ziele sind eigentlich die Ziele der anderen"

Auch das Einüben und Trainieren, z. B. eines bevorstehenden Bewerbungsgespräches, ist ein möglicher Gegenstand des Coachings, wenngleich es sich hierbei dann tatsächlich mehr um ein Training als um Coaching handelt.

Privat:

  • „Ich habe Schwierigkeiten, alles unter einen Hut zu bringen: Job, Familie, Freizeit: Wie passt das alles zusammen, ohne dass ich ein schlechter Vater/eine schlechte Mutter bin u./o. meinen Job vernachlässige?“
  • „Auch in der Freizeit gerate ich in Stress“
  • „Mich nutzen alle aus. Ich möchte das nicht mehr“
  • „Partnerschaftskonflikte, Familie, Erziehung: Ich weiß nicht weiter“
  • „Ich habe auch an Wochenenden (oder sonstigen freien Tagen) so viel zu tun, dass ich nicht alles schaffe: Du musst, Du musst, Du musst…“